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Barbera
(K)ein altes Eisen
Barbera ist die traditionelle rote Rebsorte des gesamten Piemonts. Bereits im 13. Jahrhundert war sie im piemontesischen Monferrato "aktenkundig". Sie wird in Italien auch in der Lombardei, in der Emilia-Romagna sowie im Veneto angebaut. Damit ist Barbera, nach Sangiovese und Montepulciano (nicht zu verwechseln mit den toskanischen Sangiovese-Weinen Nobile und Rosso aus dem Ort Montepulciano), die dritthäufigste rote Rebsorte Italiens.
Interessanterweise konnte Barbera außerhalb Italiens nie wirklich Fuß fassen - ein glückliches Schicksal, dass die Sorte mit Nebbiolo und Sangiovese teilt.
Die achtziger Jahre - nicht nur Fönfrisuren, Nietengürtel und Netzhemden
Ursprünglich war Barbera Lieferant für anspruchslose Weine. Das hat sich grundlegend geändert: unter der Führung einiger Spitzenwinzer wurde das Qualitätsniveau seit etwa 1980 beträchtlich gesteigert, so dass Barbera heute bereits Anschluss an Barolo und Barbaresco gefunden hat.
Besonders empfehlenswert sind Barbera d’Alba aus den Langhe sowie Barbera d’Asti und Barbera del Monferrato, letztere aus den gleichnamigen Hügellandschaften nördlich und östlich der Langhe. Zwei Jahre gereifte Barberas dürfen sich „Superiore“ nennen, allerdings hat sich diese Bezeichnung nicht wirklich durchgesetzt.
Adriana und Renato: das starke Barbera-Team für divino Weinhandel
Die Rolle des kleineren Partners spielt Barbera im "Il Falò" von Renato Ferrero: dieser sehr interessante Langhe Rosso D.O.C. wird aus 60% Nebbiolo und 40% Barbera bereitet.
Adriana Marzi von der Cantina del Glicine stellt, neben Barbaresco, Moscato und Roero Arneis, zwei köstliche Barbera Superiore her. Beide haben gemeinsam, dass sie zur Abrundung ein paar Prozent Nebbiolo enthalten. Der Unterschied besteht im Ausbau: Der delikate "La Sconsolata" reift in der Flasche, der schmelzige "La Dormiosa" (früher auch "La Sconsolata" genannt") im Barrique. Von letzterem wird das letzte Fass der Marge in Magnums abgefüllt - quasi die Riserva.
Renato Ferrero wiederum, von dem wir auch hervorragenden Barolo und Nebbiolo beziehen, keltert einen kräftig-eleganten Barrique-Barbera von der Einzellage Goretta. Der 2006er weilte robuste 14 Monate im Barrique, der 2007er deren 11.
Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass im Piemont mit Barriqueausbau vernünftigerweise sehr vorsichtig umgegangen wird - er dient nur der geschmacklichen Verfeinerung. Prominente oder gar dominante Holz- oder Vanilletöne wird man in diesen Weinen nicht finden.
Ein Wein für die Einheimischen
Wird ein piemontesischer Gastronom gefragt, welcher Wein denn nun am besten zur regionalen Küche passe, wird er, wenn man nicht gerade einen Dolcetto-Patrioten vor sich hat, wahrscheinlich antworten, dass er den Barbera vorziehen würde, da er sich, im Gegensatz zu seinen "großen" Brüdern Barolo und Barbaresco, zu allen Gerichten hervorragend eigne, sei es nun Bagna cauda, Vitello tonnato, Taglierini burro e salvia oder al tartufo, ein Risotto oder eine der vielen Wildspezialitäten.
Unsere Barbera-Auswahl finden Sie übrigens komplett im Probierpaket Nr. 19 - Rotwein aus dem Piemont.
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