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Barolo

Ein Wein mit Anspruch

Barolo - Wein der Könige und König der Weine. Der - neben dem Brunello di Montalcino - berühmteste italienische Rotwein stammt aus den piemontesischen Langhe, einer burgenreichen Hügellandschaft rund um die Stadt Alba. 


Älter als der Staat Italien

Mit dem Barolo, nach dem gleichnamigen Ort benannt, ist untrennbar der Name der Adelsfamilie Falletti, der weite Teile des heutigen Anbaugebietes gehörten, verbunden. Sie förderten, zusammen mit Camillo Cavour und König Carlo Alberto von Sardinien-Piemont, entscheidend den Qualitätsweinbau in der Region. Diese Entwicklung fiel in die Zeit des Risorgimento in der ersten Hälte des 19. Jahrhunderts, dem Zeitalter der Emanzipation Norditaliens auf dem Weg zur Gründung des modernen italienischen Staates. Interessanterweise wurde fast gleichzeitig (1855) im Rahmen einer Qualitätsoffensive die bis heute gültige Cru-Rangordnung im Bordeaux eingeführt. 


Der König fordert Geduld...

Die Hauptorte für Barolo sind, neben Barolo selbst, Castiglione Falletto, La Morra, Montforte d’Alba und Serralunga d’Alba. Weitere Weinberge finden sich in Cherasco, Diano d’Alba, Grinzane Cavour, Vovello, Roddi und Verduno.

Zugelassen ist, wie beim Barbaresco, ausschließlich die Rebsorte Nebbiolo. Der Ertrag ist auf 52hl Wein pro Hektar begrenzt.

Ein ehrenwerter Barolo braucht Zeit: Der Wein muss gute drei Jahre reifen, bevor er verkauft werden darf, Barolo Riserva sogar etwas über fünf Jahre. Daran sollten sich noch mindestens fünf Jahre Flaschenreife anschließen - das Warten lohnt sich in jedem Fall. Barriqueausbau ist erlaubt und weit verbreitet; allerdings streiten sich die Gemüter, ob gebrauchte oder neue Fässer zu verwenden sind: einerseits gehören strenge Tannine zum Charakter, andererseits diktiert die Mode immer noch zugängliche und frühreife - wenn auch etwas fette - Fruchtbomben. 


Barolo bei divino Weinhandel

Renato Ferrero
Renato Ferrero

In Annunziata, einem Ortsteil von La Morra, befindet sich das Weingut Fratelli Ferrero, heute von Renato Ferrero alleine geführt. Renato keltert zwei hervorragend substanzielle, haltbare Baroli, beide benannt nach den Einzellagen, von denen sie stammen: Gattera sowie Manzoni.

Der Barolo Gattera reift klassisch, also in großen Fässern, und wird in großen Jahrgängen, beispielsweise 2004, zusammen mit Lesegut von der Lage Luciani bereitet. Der Barolo Manzoni hingegen verweilt zur einen Hälfte im großen Fass, zur anderen in neuen Barriques aus slawonischer Eiche. Sehr interessant ist auch der Nebbiolo delle Langhe von Ferrero: hauptsächlich aus Luciani-Beeren bereitet, ist er qualitativ dem großen Bruder sehr nahe und kann daher durchaus als "kleiner Barolo" durchgehen - allerdings zum halben Preis!

In Serralunga d'Alba betreibt die Familie Anselma neben dem örtlichen Gasthof auch eine Cantina. Für den Weinbau ist Franco Anselma zuständig. Er führt eine lange Tradition fort: schon seit Jahrhunderten sind die Anselmas im Weinbau sowie im Weintrauben- und Weinhandel tätig. Von Franco beziehen wir die köstliche Barolo Riserva "La Rionda", benannt nach der berühmten Einzellage, in der die Beeren für diesen Wein wachsen.

Alle drei Baroli liefern wir auch in der Magnumflasche - zum Einlagern nach wie vor die beste Alternative. 

 
 
 
 

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