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Bordeaux & Burgund

Ein schwieriges Thema 


Wir werden immer wieder gefragt, warum Rotweine aus DEN klassischen französischen Anbaugebieten, dem Bordelais und der Bourgogne, im Sortiment von divino Weinhandel durch fast komplette Abwesenheit glänzen. 


Nun, dies hat sowohl persönliche, als auch geschäftliche Gründe. 



Gepflegte Langeweile 


Ein Aspekt ist, dass sich beide Gebiete in den letzten Jahren nicht gerade weiterentwickelt haben - uns sind die ewig gleichen Caberbet-Merlot-Verschnitte, bzw. das bedingungslose und ausschließliche Festhalten am hellen Pinot-Noir-Stil, einfach zu langweilig geworden. Die Einführung von Barriqueweinen hat dahingehend auch zu keiner substanziellen Änderung beigetragen. 



Der Süden rockt 


Wir geben zu, dass das eine sehr subjektive Sichtweise ist, die wir gerne zur Diskussion stellen. Allerdings sind wir davon überzeugt, in Südfrankreich eine wesentlich dynamischere, vielseitigere und damit wesentlich spannendere Weinwelt vorzufinden. Das macht einfach mehr Spaß! 



Woher kommt's? 


Ein objektives Problem beider Weingebiete sind allerdings die strukturelle und preisliche Entwicklung der letzten zwei Jahrzehnte. Durch hohe, teilweise absurde Investitionen in (angebliche) Prestigeweingüter einerseits und zunehmenden Preisdruck auf den internationalen Weinmärkten andererseits hat sich das Angebot aufgespalten. Es gibt, überspitzt formuliert, fast nur noch entweder absurd überteuerte, oft selbsternannte "Spitzenweine", immer häufiger geschmacklich "internationalisiert", also marktgerecht, statt terroirgerecht perfektioniert, oder neutrale, gesichtslose Billigweine. 


Was beide Weingebiete, vor allem aber das Bordelais, früher gerade ausgezeichnet hat, nämlich ein breiter Mittelbau von Winzern und Weinfirmen, die individuelle, anständige Produkte zu angemessenenen Preisen anbieten, ist in unserer Wahrnehmung weitestgehend weggebrochen. 


Da kommt keine Freude auf. 



Die Hoffnung stirbt zuletzt... 


Also, wer einen Betrieb kennt, der die Fahne der bezahlbaren Individualität hochhält: immer her damit! Bis dahin stürzen wir uns weiter auf das Rhônetal, das Languedoc-Roussillon und die Vins de Pays. 


Nur eine alte burgundische Liebe lassen wir uns nicht nehmen: Chardonnay aus der alten Heimat ist einfach unersetzlich. Vive le Viré-Clessé! 


Ein weiterer Lichtblick hat aus dem Bordelais den Weg zu uns gefunden: auf dem Château Malromé, bis heute im Besitz der Familie De Toulouse-Lautrec, wird ein schöner Bordeaux gekeltert, der sowohl die Liebhaber klassischer Weine aus dem Bordelais, als auch die Befürworter moderner Kreszenzen überzeugt. 


 
 
 
 

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