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Merlot - der milde Franzose

Merlot - der milde Franzose


Merlot wurde lange Zeit über in einem Atemzug mit Cabernet-Sauvignon genannt. Beide ergänzen sich eigentlich perfekt zu großen Bordeaux-Weinen: Cabernet-Sauvignon liefert Frucht und Rückgrat, Merlot Aromenvielfalt und Körperreichtum. Médoc und Graves sind Cabernet-betont, in St-Emilion und Pomerol dominiert der Merlot. Das hat über Jahrhunderte hinweg gut funktioniert.


Als Überseeweingüter sowie südeuropäische Winzer aus Spanien und Italien sich der der Bordeaux-Varietäten annahmen, zog man zunächst den vielversprechenden Cabernet vor und baute ihn entweder reinsortig oder im Mischsatz zusammen mit lokalen Rebsorten, wie zum Beispiel Tempranillo, Sangiovese oder Shiraz aus. Merlot fand höchstens als "Juniorpartner" in geringen Prozentsätzen Verwendung.


In den letzten Jahren wurde jedoch dazu übergegangen, Merlot auch reinsortig, vor allem als Rosé, auszubauen oder als dominante Varietät in Mischsätzen zu verwenden. Hier ist die Auswahl von divino Weinhandel an Merlot- oder merlothaltigen Weinen:


Merlot pur

Feudo Arancio interpretiert Merlot sizilianisch. Das Ergebnis ist ein sonnig-glutvoller, milder Wein, der ohne Essen oder zu kräftigem Käse und Salzgebäck vorzüglich schmeckt.

Der Aprile Merlot von Castelli del Grevepesa ist der totale Gegenentwurf. Leicht und duftig, mit milder Frucht, feiner Säure und der typischen Eleganz ist er ein typischer Botschafter der Toskana. Wir empfehlen ihn zu toskanischen Antipasti oder jungem Pecorino.

Glenwood präsentiert die Überseevariante: barriquegereift, vollmundig und mit schmelzig-milder Kühle versehen ist der Wein eine schöne Alternative zu den üblichen Übersee-Karamellbomben. Dieser Merlot ruft laut und deutlich nach rotem Fleisch, im Idealfall Strauß oder Springbock, gern auch mit kräftigen Saucen.


Merlot pur als Rosé

Der Rosé von Elgin Vintners punktet mit hoher Intensität und minimaler Restsüße - perfekt für heiße Tage und geschmackvolles Grillgut.

Stony Brook, deren Merlot, wie bei Elgin Vintners auch, nur zwei bis drei Stunden auf der Maische liegt und daher nur wenig Farbstoffe und Tannine aus den Beerenschalen extrahiert, ist leichter, aber dafür aromatischer und nachhaltiger im Geschmack. Er eignet sich vorzüglich als Aperitivwein und zu Tapas, Meeresfrüchten oder Sushi.


Merlot in Mischsätzen

Die Casa al Vento steuert den Gaiolè zu unserer Auswahl bei. Im Mischsatz gibt der Merlot dem tannin- und säurereichen Sangiovese Schmelz, Fülle und Reife. Ein Wein für Alle, denen Chianti zu spröde ist. Passt gut zu Pappardelle mit Wildsoße und Minestrone, aber auch zu deutschen Schmorfleischklassikern wie zum Beispiel Rindsrouladen, Rollbraten oder bayerischem Schweinsbraten.

Stony Brook The Camissa, Lieblingswein von Joy McNaught, ist ein Merlot-Cabernet-Shiraz-Blend. Joy beschreibt ihren Wein so: "die Vollmundigkeit vom Merlot, das Rückgrat vom Cabernet und die subtile Frucht des Syrahs. Aromen von Mokka, Schokolade, schwarzer Johannisbeere, reifer Süßkirsche und Pflaume."

Ihr Mann Nigel favorisiert dagegen "The Max": hier dominiert Cabernet-Sauvignon; Merlot, Malbec und Petit Verdot spielen in seiner wuchtigen, gut strukturierten 15% starken "Bordeaux-Style-Blend" eine Nebenrolle.

Zu beiden Weinen gehört das große Stück Rindfleisch aus südafrikanischer Cross-Over-Küche. Ich denke da beispielsweise an ein hervorragendes, verfeinertes Boeuf Wellington, das die Köche des Restaurants Ginja in Kapstadt auf den Teller zaubern. Ersatzweise wäre aber auch unter Blauschimmelkäsesauce mit Blaubeeren verstecktes Stück Grillgut akzeptabel. :-) 

 
 
 
 

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