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ProWein 2013

 


Auch dieses Jahr verbrachten wir zwei Tage auf der jährlichen Weinmesse in Düsseldorf. Die ProWein ist in den letzten Jahren kräftig gewachsen und, wegen der vergleichsweise guten Verkehrsanbindung, vor allem für internationale Kunden eine interessante Alternative zur Vinitaly in Verona und zur Vinexpo in Bordeaux geworden.

Natürlich ist die Veranstaltung in erster Linie eine gute Gelegenheit, Kontakte zu pflegen. So schauten wir auf ein Pläuschchen bei Francoise Antech, den Jaumes, Dottore Maiocchi von der Cascina Castlèt oder auch Roberta Zanobini von Castelli del Grevepesa vorbei und verkosteten dabei gleich die neuen Jahrgänge.

Im Focus standen jedoch die drei Weingüter aus Frankreich, Italien und Südafrika, die dieses Jahr das Sortiment von divino entscheidend bereichern werden und die ich Ihnen hier kurz vorstellen möchte.


Fattoria di Rignana

Auf der ProWein: Cosimo Gericke
Auf der ProWein: Cosimo Gericke

Cosimo Gericke, Enkel deutscher Auswanderer, keltert auf seinem ehemaligen Herrensitz in Panzano in Chianti, oberhalb der Badia a Passignano gelegen, wundervollen Chianti Classico aus Sangiovese und Canaiolo, Chianti Classico Riserva aus Sangiovese und Merlot sowie einen reinen, großartigen Merlot mit Namen "Il Riccio". Die Weine haben viel Terroir; der kräftige, sonnige Stil ist eine schöne Alternative zu Le Lame und Castelli del Grevepesa. Leider müssen wir uns dafür aus Kapazitätsgründen von der Casa al Vento trennen, aber wie heißt es so schön: das Bessere ist der Feind des Guten!


Springfield Estate

Mit Abrie Bruwer 2008 in Robertson
Mit Abrie Bruwer 2008 in Robertson

Seit 2008 bemühe ich mich nun um dieses erstklassige südafrikanische Weingut: nun hat es endlich geklappt! In Robertson, weitab vom Rummel der Cape Winelands, entstehen unter den Händen der Geschwister Jeanette und Abrie Bruwer exzellente Weine von klassischer Eleganz. Es wird ausschließlich mit natürlicher Hefe gearbeitet und den Charakter der Weine bestimmt ausschließlich das Mikroklima der Weingärten. Freuen Sie sich auf drei höchst individuelle Sauvignon Blancs mit Namen Firefinch, Life from Stone und Special Cuvée, zwei rote "Bordeaux-Style"-Mischsätze (Firefinch Ripe Red und Work Of Time) sowie einen für Übersee-Kreszenzen untypisch rassigen Cabrnet Sauvignon "Whole Berry".


Mas des Dames

Zu Besuch bei Lidewij van Wilgen
Zu Besuch bei Lidewij van Wilgen

Lidewij van Wilgen hatte vor 10 Jahren ihr Leben in den Niederlanden als Marketing-Ameise satt, warf die Brocken hin, zog nach Südfrankreich, ging auf die Weinbauschule und ließ aus einer Ruine auf einem wüsten Acker bei Béziers das Weingut Mas des Dames entstehen. Heute bereitet die arbeitswütige Dame, alleinerziehende Mutter dreier Kinder, auf ihrem Weingut fünf verschiedene Weine. Ökologische Arbeitsweise, die Verwendung regionaler Rebsorten und konsequente Ertragsbeschränkung gehören elementar zum Stil des Hauses. Wir haben uns für die drei Rotweine, den Rouge, den "La Dame" und den "La Diva" entschieden.


Und sonst?

Der obligatorische Rundgang beim Consorzo del Brunello di Montalcino ließ Lisini aus Sant'Angelo in Colle als eindeutigen Sieger hervortreten. Bei Capanna war der Brunello nicht überzeugend, Mastrojanni hat mittlerweile absurd hohe Preise und Caparzo schmeckt jedes Jahr mehr nach Fabrik.

Die Balkanländer Slowenien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Kroatien drängen mit Vehemenz in den Weltmarkt, während die Überseeländer wenig Neues zu bieten hatten.

Die deutsche Weinwirtschaft scheint immer noch Probleme zu haben, ihren Weg zwischen schlimmer Massenware, weinselig-kitschiger Gefühligkeit und unwirtlicher Designerästhetik zu finden.

Und, last but not least: im Vergleich zu den vielen Mitbewerbern bin ich mit unserer Lieferantenauswahl nach wie vor hoch zufrieden. Das ist doch auch mal was!

 
 
 
 

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