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Barbera - der piemontesische Klassiker

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(K)ein altes Eisen

Die rote Barbera erlebte in den letzten Jahren eine großartige Renaissance. Sie ist die traditionelle Rebsorte des gesamten Piemonts, seit dem 13. Jahrhundert im piemontesischen Monferrato bekannt. Sie wird in Italien auch in der Lombardei, in der Emilia-Romagna sowie im Veneto angebaut. Barbera ist nach Sangiovese und Montepulciano (nicht zu verwechseln mit den toskanischen Sangiovese-Weinen Nobile und Rosso aus dem Ort Montepulciano) die dritthäufigste rote Rebsorte Italiens. 

Die achtziger Jahre - nicht nur Fönfrisuren, Nietengürtel und Netzhemden

Ursprünglich war Barbera Lieferant für anspruchslose Weine, aber das hat sich geändert. Unter der Führung einiger Spitzenwinzer hat sich das Qualitätsniveau seit den achtziger Jahren beträchtlich gesteigert, so dass Barbera heute bereits Anschluss an die Nebbiolo-Spitzenweine Barolo und Barbaresco finden konnte. Besonders empfehlenswert sind Barbera d’Alba aus den Langhe sowie Barbera d’Asti und Barbera del Monferrato, letztere aus den gleichnamigen Hügellandschaften nördlich und östlich der Langhe. Zwei Jahre gereifte Barberas dürfen sich „Superiore“ nennen. Interessanterweise konnte Barbera außerhalb Italiens nie wirklich Fuß fassen - ein glückliches Schicksal, das die Sorte mit Nebbiolo, Sangiovese und Montepulciano teilt.

 Ada, Renato und Adriana: das starke Barbera-Trio für divino Weinhandel

 Auf Barbera hat sich die Cascina Castlèt in Costigliole d'Asti spezialisiert. Ada und Mariuccia Borio steuern gleich drei edle Barberas zum Sortiment von divino bei. Der Barbera "Vespa", auch in der halben (0,375l-) Flasche erhältlich, ist ein schön geradliniger, robuster, gut ausbalancierter Rotwein, der exzellent zur von kräftigen Aromen geprägten piemontesischen Küche passt. Der Barbera Superiore "Litina", benannt nach Großtante Litina, die den entsprechenden Weinberg als Mitgift eingebracht hat, ist ein hochfeines, alterungsfähiges Gewächs. Der Barbera Superiore "Passum" schließlich wird aus handselektierten, angetrockneten Trauben bereitet und ist somit ein konzentrierter, extraktreicher Wein von wundervoller Komplexität und Aromenvielfalt. 

Renato Ferrero aus Annunziata di La Morra keltert einen kräftigen, fruchtbetonten Barrique-Barbera von der Einzellage Goretta, erhältlich in der normalen (0,75l-) und in der Magnumflasche (1,5l) - die Einlagerung lohnt sich, denn einige Jahre weitere Flaschenreife verleihen dem Wein samtigen, feinen Schmelz. Dazu gibt es aus seinem Hause noch den, in Zusammenarbeit mit divino Weinhandel entstandenen, Langhe Rosso „Il Falò“, eine wunderbar feine 50/50-Cuvée aus Barbera und Nebbiolo.

Anmerkung: die Ferrero-Weine werden, bis auf die Barbera-Magnums, leider erst wieder im Frühjahr 2016 lieferbar sein!

Die Cantina del Glicine stellt zwei Barbera Superiore her. Beide haben gemeinsam, dass sie zur Abrundung ein paar Prozent Nebbiolo enthalten. Adriana Marzi bezeichnet ihre Weine deswegen als „Barbera nebbiolata“. Der Unterschied zwischen den beiden Kreszenzen besteht im Ausbau: "La Sconsolata" reift ein zusätzliches Jahr in der Flasche, "La Dormiosa" die gleiche Zeit im Barrique. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass im Piemont mit Barriquereifung vernünftigerweise sehr vorsichtig umgegangen wird - sie dient nur der geschmacklichen Verfeinerung. Prominente oder gar dominante Holz- sowie Vanilletöne wird man in diesen Weinen nicht finden.

Fragt man einen piemontesischen Gastronomen, welcher Wein denn nun am besten zur regionalen Küche passe, wird er wahrscheinlich antworten, dass er den Barbera vorziehen würde, da er sich, im Gegensatz zu seinen „großen“ Brüdern aus Nebbiolo, zu allen Gerichten hervorragend eigne, sei es nun Bagna cauda, Vitello tonnato, Taglierini burro e salvia oder al tartufo, ein Risotto oder eine Wildspezialität.

 
 
 
 
 

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