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Winzerfeature: Château de Lauga

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Die Vorgeschichte

Bekanntermaßen hatte ich vor einigen Jahren die Lust am Bordeaux verloren. Der Markt war extrem polarisert; es gab, so schien es mir, nur noch entweder von asiatischen Investoren hochgepimpte, maßlos überteuerte Tropfen oder billige Schrottweine aus Monsterkellereien.

Das, was für mich das Bordelais früher ausgemacht hatte, nämlich eine Vielzahl individueller kleiner Châteaus, die Rotweine hervorragender Qualität zu fairen Preisen anboten, war nicht mehr zu haben.

Mit der Wiederbelebung des Cru Artisans ab 2002, der handwerklich arbeitende kleine Familienweingüter auszeichnet und einem fast überall vollzogenen Generationswechsel hin zu technisch und wissenschaftlich besser geschulten Winzern ist die Sache jedoch wieder interessant geworden.

Als dann schließlich letztes Jahr mein aus dem Bordelais stammende Freund Arnaud Frédéric, damals noch Exportmanager von Antech, heute Juniorchef auf Château Gruaud-Larose (Deuxième oder Second Grand Cru Classé, aber das darf man höchstens flüsternd und mit leichter Verneigung aussprechen) mir das Château de Lauga seines Freund Charles Brun vorstellte, war der Wiedereinstieg in den Kosmos von Cabernet Sauvignon, Merlot und Konsorten perfekt.

 

Das Weingut

befindet sich in Cussac, einem kleinen Weindorf zwischen Pauillac, Saint-Julien und Margaux, also im Epizentrum des sagenumwobenen Rotwein-Paradieses Haut-Médoc. Die Böden bestehen hauptsächlich aus Schwemmkies auf Kalkstein - perfekt für tiefes Wurzeln der Weinstöcke und gute Entwässerung.

Seit 2007 ist Charles Brun in siebter Generation Winzer auf Château de Lauga. Papa Christian steht ihm natürlich weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.

Die zirka 20 Hektar eigenes Rebland sind mit 55% Cabernet Sauvignon, 39% Merlot, 3% Petit Verdot, 2%  Cabernet Franc sowie 1% der heute selten gewordenen Carménère extensiv bestockt - damit steht die Assemblage für den Wein fest.

Typisch für diesen Teil des Bordelaises ist die Dominanz des Rückgrat und Alterungsfähigkeit spendenden Cabernet Sauvignons. Nebenan, in den Graves oder beispielsweise auch in Saint-Émilion oder Pomerol, ist der Merlot-Anteil deutlich höher.

Die Weinlese findet selbstverständlich von Hand statt, schließlich sprechen wir hier von einem Cru Artisan, also einem handwerklich entstehenden Gewächs. Der Wein wird, ganz traditionell, nach einem Monat Maischegärung und darauffolgender malolaktischer Gärung im Stahltank in Barriques verfeinert. Insgesamt füllt Charles Brun jährlich lediglich 43.000 Flaschen ab - Exklusivität ist also garantiert.

 

Die Weine

Da das Haut-Médoc im Einzugsbereich wechselhaften atlantischen Seeklimas liegt, fallen die einzelnen Jahrgänge auch geschmacklich und qualitativ unterschiedlicher aus als zum Beispiel im Landesinneren oder am Mittelmeer.

Grundsätzlich lohnt sich die Lagerung auf der Flasche, damit der Wein Zeit hat, die in der Jugend sehr präsenten Tannine in fruchtigen, seidigen Schmelz und aromatische Komplexität umzuwandeln. Darüber hinaus sollten die Weine einige Stunden vor dem Genuss geöffnet und dekantiert werden.

Charles Brun bietet zwei verschiedene Rotweine an.

Der Château de Lauga Bordeaux A.O.C. Haut-Médoc Cru Artisan spiegelt in seiner Assemblage exakt die prozentuale Anbaufläche der verwendeten Rebsorten wider - also ein Terroirwein par excellence! Der leckere Tropfen - 40.000 Flaschen verlassen jährlich den Lagerkeller - ist in den drei Flaschengrößen 0,375l, 0,75l und 1,5l erhältlich. Der Ausbau erfolgt zwölf Monate in Barriques, davon 7% neu. Momentan biete ich die Jahrgänge 2012, 2014, 2015 und 2016 an.

Der Château de Lauga Bordeaux A.O.C. Haut-Médoc Cru Artisan Cuvée Grand Père ist eine Hommage an (Ur-)Großvater Charles. Christian Brun hat diesen Wein im Jahr 2002 aufgelegt. Um eine längere Lagerfähigkeit und größere Komplexität zu erreichen, ist der Anteil an Cabernet Sauvignon etwas höher (70%, dazu 30% Merlot). Dazu reift der Wein 24 Monate in Barriques, davon 25% neu.

Wegen der geringen erzeugten Menge (nur 3.000 Flaschen pro Jahr) füllt Charles Brun die Cuvée Grand Père ausschließlich in der Standardflaschengröße (0,75l) ab. Aktuell sind hier die Jahrgänge 2011 und 2014 lieferbar.

Alle Weine, Jahrgänge und Flaschengrößen vom Château de Lauga finden Sie hier.

Ich freue mich, Ihnen mit dem Château de Lauga ein bezahlbares Bordeaux-Weingut präsentieren zu können, dass dem divino-Motto "Kleine WInzer - große Weine" vollkommen gerecht wird!

 

 
 
 
 

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